Kunst und Kultur im Osten Deutschlands waren für den 1937 geborenen und im Juni 2019 verstorbenen Münchner Bernd Louisoder eine Herzensangelegenheit. Die intensive Auseinandersetzung mit der ostdeutschen Kunstszene war nicht zuletzt auf seinen familiären Verbindungen zurückzuführen: Seine Cousins sind der Leipziger Maler und Grafiker Peter Pfefferkorn und der Bühnenbildner Axel Pfefferkorn, der unter anderem als Direktor der Zentralwerkstätten Leipzig und Ausstattungsleiter des Leipziger Schauspiels tätig war. Nach der Wende beobachtete der Diplomkaufmann und selbsttätigen Bekleidungskaufmann Bernd Louisoder, dass die bildenden Künstler der ehemaligen DDR kaum noch Anerkennung fanden. Vielfach verschwanden ihre Arbeiten einfach in den Depots der Museen.

Vor diesem Hintergrund wuchs der Wunsch, die Werke der Brüder Pfefferkorn der Öffentlichkeit zugänglich zu machen und kommenden Künstlergenerationen so schöpferische Impulse zu geben. 2014 rief Bernd Louisoder daher die Louisoder & Pfefferkorn Stiftung, kurz LuP ins Leben. Sie widmet sich zum einen der Bewahrung, Pflege und Präsentation der Werke der Brüder Peter und Axel Pfefferkorn. Zum anderen liegt ein Schwerpunkt auf der Förderung junger Künstlerinnen und Künstler. Den entsprechenden Raum für einen künstlerischen und kulturellen Austausch schafft die Stiftung mit der Anmietung des „Neuen Museum Leipzig“. Es entsteht auf dem Gelände des Westwerks im angesagten Stadtteil Plagwitz. Die Eröffnung des Museums ist für 2021 geplant.